15. April 2009 12:23

Wenn man eine Krankenversicherung Frankfurt abschließen will, hat man selbstverständlich dieselben Möglichkeiten wie im Rest der Republik. Als Vorteil könnte es sich jedoch herausstellen, dass viele Versicherungskonzerne mit großen Filialen in der Mainstadt vertreten sind. Da Versicherungen und Banken miteinander zusammenarbeiten, ist die räumliche Nähe nur logisch. Allerdings ist es so, dass Versicherungen, entgegen anders lautender Gerüchte, in der Regel nur etwa 10 Prozent ihres Kapitals in Aktien anlegen. Deswegen sind sie auch in der Finanzkrise 2008 deutlich weniger betroffen als die Finanzinstitute. Die starke Regulierung der Versicherungsbranche hat sich bezahlt gemacht, auch wenn sie von vielen Lobbyisten immer wieder beklagt worden ist. Doch sie waren glücklicherweise weniger erfolgreich als die Bankenlobby, die für einen unregulierten Markt gesorgt hat. Dass dies zu enormen Verwerfungen geführt hat, sollte ein mahnendes Beispiel sein für alle Branchen, die sich von staatlicher Regulierung gegängelt führen. Ein freies Spiel der Kräfte hilft auf Dauer weder den Unternehmen noch den Kunden. Dafür ist der volkswirtschaftliche Schaden allerdings immens. Eine Finanzkrise, wie sie 2008 begonnen hat, muss in ihrem Ausmaß singulär bleiben, da es ansonsten nicht nur zu fatalen wirtschaftlichen Folgen kommen kann. Eine Wirtschaftskrise bietet auch immer das Potential, zu einer politischen Krise zu werden.

 

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